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Nachrichten Der rote Faden im Leben Junge Erwachsene nehmen im Kloster St. Elisabeth ihr Christsein unter die Lupe und beschließen, gemeinsam Gott im Alltag zu suchen. ST. ELISABETH Vor knapp einem Jahr haben sich 40 junge Christinnen und Christen beider Konfessionen aus dem ganzen deutschen Raum mit den ASC-Schwestern zusammengetan, um zu erproben, wie es ist, nach dem Leitsatz Jesu zu leben: „Niemand hat eine größere Liebe, als wer sein Leben gibt für seine Freunde“ (Joh 15,13).Liebe – Leben – Freunde: drei Worte, ein Programm, eine Vision. Dieser Vision versuchten sie bei einem Treffen im Frühjahr in Schaan ein Gesicht zu geben. Sie formulieren Wünsche und Erwartungen, tauschen Ideen aus und wollen mehr über die Spiritualität der Schwestern erfahren. Schnell fanden sie zueinander und stellen Weichen, um ihren Glaubensweg gemeinsam zu gehen. Unter dem Titel Sternstunden brachte die Gruppe ihre Ideen in die sonntägliche Eucharistiefeier ein. Und diese Feier wurde für alle Anwesenden zu einer wahren Sternstunde. Die Kraft der Gemeinschaft Gemeinsam ist den jungen Leuten, dass sie mit Gleichgesinnten als Mensch und Christ wachsen, sich austauschen, auftanken und ihre eigenen Wurzeln neu entdecken wollen. Sie engagieren sich in den Projekten der ASC und nennen ihre Gruppe „Roter Faden“, kurz roFa. Die sind überzeugt, dass es im Leben eines jeden einen roten Faden gibt. Rot ist die Farbe der Liebe. Sie verbinden diese Farbe mit der Spiritualität des Blutes Christi. Und wie mit einem Faden wissen sie sich verbunden. Damit diese Verbindung zwischen den jährlichen Treffen in Schaan nicht abreißt, vereinbarten sie, durch E-Mails, Anrufe und Unternehmungen in kleineren Kreisen Kontakt zu halten. Auf der Internetseite der ASC entsteht ein Forum, auf dem sie Impulse weitergegeben und Erfahrungen austauschen wollen. map FOTO: In der Gruppe tauschen sich die Jugendlichen über ihren Glauben aus. Klostergarten in Klosterschule Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums St. Kaspar bauen einen Garten vor ihrer Schule. NEUENHEERSE „Und Gott legte einen Garten an in Eden“ (Gen 2,8). So steht es auf dem Flyer, den die Schülergruppe des Gymnasiums St. Kaspar entworfen hat, um Projektpartner für eine nicht alltägliche Idee zu begeistern: Sie bauen einen 500 qm großen Klostergarten. Der Bezug zum Garten Eden kommt dabei nicht von Ungefähr, denn Gartenanlagen mittelalterlicher Klöster sind mehr als eine Ansammlung von Blumen- und Kräuterbeete. In ihrer Harmonie und Schönheit sind es Orte der Sehnsucht auf das erhoffte Paradies.Die Jugendlichen waren Feuer und Flamme, als eine regionale Marketing-Einrichtung den Vorschlag machte, an Ihrer Ordensschule im westfälischen Neuenheerse die Parkanlage mit Hochbeete aus Weidenflechtwerk, Bruchsteinmauern und Wasserläufen anzulegen. Den Plan dafür erstellten Studentinnen der Hochschule in Höxter in Absprache mit den Schülern. „Da muss Platz sein für Begegnungen in den Pausen“, meint Theresa Dreier, eine der Initiatorinnen. Und Eileen Lüke denkt an die Zukunft: „Wir werden den Kleinen aus den Fünfer- Klassen dann einzelne Beete zur Patenschaft anvertrauen.“ Was den Aufwand angeht, sind die Jugendlichen realistisch: „Ein Jahr nehmen wir uns Zeit“, erklärt Patrick Gerlach die Planung, „denn wir machen das ja in den Ferien und an Samstagen.“ Und daneben werben die Jugendlichen um Unterstützung bei Firmen und Institutionen. Der Bürgermeister hat versprochen, einen Bagger zu schicken, der Kreis Schotter für die Wege, Bruchsteine kommen von Privatleuten und Geld für Pflanzen spenden Firmen und Banken. „Dass viele unsere Idee super finden, freut uns riesig“, fasst René Kowalski die Stimmung im Team zusammen. wut Spirituelles Bildungszentrum im Kolleg St. Josef In Salzburg-Aigen wurde das Kolleg St. Josef als internationales Zentrum für Kostbar-Blut-Spiritualität neu eröffnet. Das Bildungshaus kann von Gruppen und Einzelpersonen für Exerzitien, Tagungen und Seminare genutzt werden. SALZBURG-AIGEN Das Kolleg St. Josef liegt inmitten von Bäumen und Grün, in der Parkanlage der ehemaligen Villa Trapp. Der moderne Neubau wurde 1964 von der Arbeitsgruppe 4 (W. Holzbauer, F. Kurrent und J. Spalt) im Park errichtet und gilt als Pionierbau österreichischer Architektur der 1960er Jahre. Er beherbergt das Provinzialat, Mitbrüder und Seminaristen der Paris-Lodron-Universität.Seit Juli 2008 bietet das Kolleg St. Josef als Bildungshaus für Exerzitien, geistliche Gruppen und Kurse ein Umfeld für Gebet und Ruhe. Mit seiner großzügigen Kapelle, zwei mit Internet und der Technik für Simultanübersetzung ausgestatteten Konferenzräumen und einem Meditationsraum eignet sich das Kolleg für ein- oder mehrtägige Seminare, Konferenzen oder Tagungen. Hinzu kommen zahlreiche Parkplätze, die gute Anbindung an Bus und Bahn sowie Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu 25 Personen. Priester und Laien aus den verschiedensten Kulturen finden hier eine Atmosphäre, die von gegenseitiger Anerkennung, lebhaftem Dialog und friedlichem Zusammenleben geprägt ist - als Zeichen der Versöhnung in Christus und als Erfahrung kirchlicher Gemeinschaft. „Das Gebäude bietet Zuflucht, einen geschützten Raum, der innerer Sicherheit entspringt und dessen beachtliche Größe die Außenwelt kaum wahrnimmt. Von außen betrachtet lädt das von Bäumen gesäumte Bauwerk mit seiner großen Grünfläche, den kleinen Eichen und dem feinen Gemäuer dazu ein, mit dem Inneren in Kontakt zu treten. Dort befindet sich auch die Kapelle – ein Ort, an dem man gemeinsam beten und die göttlichen Mysterien feiern kann, und über dem die Decke schwebt, als würde sie eine Krone formen.“ (Gio Ponti, Architekt, Februar 1966) |